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Landtagswahl

alle wichtigen Infos

Die nächste Landtagswahl steht kurz vor der Tür! Ihr habt noch Fragen? Hier findet ihr Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Warum sollte gewählt gehen?

Wir leben in einer Demokratie. Das bedeutet, dass wir bestimmte Freiheiten haben, die es ohne ein demokratisches System nicht geben würde. Dazu gehören ganz grundsätzlich etwa die Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Glaubensfreiheit oder dass die Menschenwürde unantastbar ist.

Warum ist die Landtagswahl wichtig?

Der Landtag entscheidet konkret über:

  • Schule & Bildung
  • Jugendförderung (z. B. Landesjugendplan)
  • ÖPNV & JugendTicket
  • Kultur, Sport, Polizei

Was ist der Landtag?

  • Er ist das gewählte Parlament des Landes
  • Die Abgeordneten entscheiden über Gesetze und den Landeshaushalt,
  • Wählt die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten und kontrollieren die Regierung
  • itz des Landtags von Baden-Württemberg ist Stuttgart

Landtag Baden-Württemberg (2025): Landtag BW –Infobroschüre. LINK

Was bedeutet das - demokratische Wahl?

Es gibt 5 Grundsätze, die eine demokratische Wahl auszeichnen. Diese sind in unserem deutschen Grundgesetz Artikel 38 verankert.

  • Allgemein bedeutet, dass grundsätzlich jeder Bürger, der das 18. Lebensjahr vollendet hat, wählen darf (bei den Kommunalwahlen ab 16).
  • Unmittelbar heißt, dass die Wähler die Kandidaten direkt wählen.
  • Frei bedeutet, dass die Wähler frei sein müssen in ihrer Wahlentscheidung. Niemand darf unter Druck setzen.
  • Gleich heißt, dass jede Stimme gleich viel wert ist, egal ob jemand arm oder reich ist, ob jemand eine wichtige Position hat oder in der Ausbildung ist.
  • Geheim bedeutet, dass man niemandem erzählen muss, wen man gewählt hat. Deswegen gibt es auch eine Wahlkabine und Wahlurnen.

Welche Parteien sind aktuell im Landtag vertreten?

Hier seht ihr alle Parteien und Politiker, die aktuell im Landtag vertreten sind.

Quelle: Landtag BW, Sitzordnung Plenum, 17. WP (08.10.2025).

So kannst du dich vorab informieren:

  • Parteiprogramme lesen: Schaue dir die Wahlprogramme der Parteien an. Diese findest du auf den Websites der Parteien oder hier. Wir haben eine Kurzfassung für dich aufbereitet.
  • Wahl-o-Mat nutzen: Das Online-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt dir, welche Parteien am besten zu deinen politischen Ansichten passen: www.wahl-o-mat.de (ab 6. Februar verfügbar).
  • Diskussione und Debatten: Schaue dir Online- oder TV-Duelle, Diskussionen oder lokale Veranstaltungen an.
  • Social-Media: Auf Plattformen wie Instagram, TikTok und Twitter kannst du verschiedene Beit- räge von Kandidat*innen, Parteien und Unterstützer*innen finden.
  • Familie und Freunde: Sprich auch mit Freund:innen und Familie über die Wahl. So lernst du verschiedene Perspektiven kennen. Generell gilt:
  • Informiere dich über verschiedene Quellen und hinterfrage Aussagen kritisch!

Was bedeutet das - Wahllokal?

Ein Wahllokal ist der Ort, an dem Wähler*innen ihren Stimmzettel erhalten und abgeben. Das ist meistens in öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Rathäusern. Normalerweise kannst du nur in dem Wahllokal wählen, das dir in deiner Wahl- benachrichtigung zugewiesen wurde.

Was passiert im Wahllokal?

Solltest Du deinen Stimmzettel im Wahllokal abgeben, bekommst Du dort einen Stimmzettelumschlag. In der Wahlkabine legst Du alle Deine ausgefüllten Stimmzettel hinein. Danach zeigst Du am Tisch des Wahlvorstandes deine Wahlbenachrichtigung. Deinen Personalausweis solltest auch immer mit dabeihaben! Abschließend gibst Du Deinen Stimmzettelumschlag in die Wahlurne. Fertig!

Bei Verlust der Stimmzettel oder Fehler beim Ausfüllen, kannst Du im Wahllokal neue Stimmzettel bekommen.

Wie wird der Stimmzettel aufgebaut?

  • Der Stimmzettel enthält alle Parteien und Bewerber:innen, die in deinem Wahlkreis antreten
  • zuerst die Parteien, die bei der letzten Landtagswahl angetreten sind – in der Reihenfolge ihres damaligen Ergebnisses (2021: Grüne, CDU, SPD, FDP, AfD, …)
  • danach alle Parteien, die bei der letzten Wahl noch nicht dabei waren – in alphabetischer Reihenfolge
  • bei der Erstststimme stehen nach den Bewerber:innen von Parteien mit Landesliste die Kreiswahlvorschläge sonstiger Parteien (ohne Landesliste) alphabetisch nach Parteinamen
  • danach die Einzelbewerber:innen

Und wenn da keine Zeit habe?

Du weißt bereits, dass du am Wahltag verhindert bist? Kein Problem. Auf deiner Wahlbenachrichtigung ist ein QR-Code, mit dem du die Briefwahl beantragen kannst. Die Wahlunterlagen werden dann zu dir geschickt. Denke daran, die Unterlagen rechtzeitig ausgefüllt zurückzusenden.

So kannst du dich vorab informieren:

  • Parteiprogramme lesen: Schaue dir die Wahlprogramme der Parteien an. Diese findest du auf den Websites der Parteien oder hier. Wir haben eine Kurzfassung für dich aufbereitet.
  • Wahl-o-Mat nutzen: Das Online-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt dir, welche Parteien am besten zu deinen politischen Ansichten passen: www.wahl-o-mat.de (ab 6. Februar verfügbar).
  • Diskussione und Debatten: Schaue dir Online- oder TV-Duelle, Diskussionen oder lokale Veranstaltungen an.
  • Social-Media: Auf Plattformen wie Instagram, TikTok und Twitter kannst du verschiedene Beit- räge von Kandidat*innen, Parteien und Unterstützer*innen finden.
  • Familie und Freunde: Sprich auch mit Freund:innen und Familie über die Wahl. So lernst du verschiedene Perspektiven kennen. Generell gilt:
  • Informiere dich über verschiedene Quellen und hinterfrage Aussagen kritisch!

Wie läuft eine Briefwahl ab?

Wenn Du die Briefwahl beantragt hast, füllst Du Deinen Stimmzettel zuhause aus.

Zusätzlich zum Stimmzettel, sind folgende weitere Unterlagen dabei:

  • Merkblatt mit allen wichtigen Erklärungen zu der Stimmabgabe
  • Ein amtlicher Stimmzettelumschlag für die Briefwahl, der nach Stimmabgabe verschlossen wird /li>
  • Eine eidesstattliche Erklärung, die unterschrieben wird
  • Der Wahlumschlag, in den der verschlossene Stimmzettelumschlag und die eidesstattliche Erklärung hineinkommen und der ebenfalls verschlossen wird

Anschließend versendest Du den Wahlbrief per Post oder gibst ihn persönlich bei der angegebenen Adresse ab.

Das solltesst du auf keine Fall tun:

  • Schreibe nichts auf den Stimmzettel (außer dem Kreuz) - denn das macht ihn ungültig!
  • Mache nicht mehr als ein Kreuz pro Wahlspalte. Sonst können die Wahlhelfer:innen nicht erkennen, wer dein:e Wunschkandidat:in oder -partei war - und der Stimmzettel wird ungültig.
  • Trage keine Kleidung oder Accessoires mit Wahlwerbung im Wahllokal.
  • Mache keine Fotos in der Wahlkabine - das könnte die Wahlgeheimhaltung verletzen.
  • Versuche nicht, im Namen anderer zu wählen - oder mehrfach zu wählen. Das ist strafbar.

Das solltesst du unbedingt tun:

  • Überlege dir vorher, wann du Zeit hast, zur Wahl zu gehen. Trage dir den Termin zum Beispiel in dein Handy ein. Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Wahlbenachrichtigung bis zum Wahltag gut aufheben, denn sie ist deine Eintrittskarte zur Wahl - auf ihr ist auch dein Wahllokal notiert.
  • Bringe deine Wahlbenachrichtigung und einen Ausweis (z. B. Personalausweis oder Reise pass) mit. Zeige die Dokumente den Wahlhelfer:i nnen vor Ort und du erhältst deinen Stimmzettel.
  • In der Wahlkabine machst du auf dem Stimmzettel jeweils ein Kreuz bei der Erst- und Zweitstimme.
  • Falte deinen Stimmzettel so, dass deine Entscheidung nicht erkennbar ist.
  • Wirf deinen Stimmzettel in die Urne - die Wahlhelfer:innen werden im Wählerverzeichnis eintragen, dass du gewählt hast.

Und hier noch ein Überblick, wer in Deutschland was entscheiden darf: Deutschland ist ein Bundesstaat. Das heißt, es wird nicht alles „von oben“ entschieden, sondern die Verantwortung ist auf mehrere Ebenen verteilt. So ist die Politik näher bei den Menschen und es kann gerechter entschieden werden:

Der Fachbegriff für diese Aufteilung ist „Subsidiaritätsprinzip“.

Bundestag

Der Bund
Der Bund / der Bundestag entscheidet über Themen, die ganz Deutschland betreffen – z. B. Verteidigung, Steuern, Sozialversicherung oder das Strafrecht.

Landtag

Das Land
Das Land / der Landtag entscheidet über Dinge, die das ganze Bundesland Baden-Württemberg betreffen – z. B. Schulgesetze, Polizei, Kultur oder den Landeshaushalt.

Gemeinderat

Die Stadt / Kommune
Die Kommune (also eine Stadt oder Gemeinde) entscheidet über Aufgaben vor Ort, also was in der Stadt oder Gemeinde passiert – z. B. den Bau eines Spielplatzes, Müllabfuhr, oder Buslinien.